Mach den Motorrad-Check zu Deiner Routine . . .

. . . und erspare Dir viel Ärger unterwegs.


Inhaltsverzeichnis

Funktionsprüfungen, die Du einfach selbst durchführen kannst:

1.1  Reifen
1.2  Reifenprofil
1.3  Reifendruck
1.4  Beleuchtung
1.5  Abblendlicht / Scheinwerfer
1.6  Scheinwerfereinstellung
1.7  Instrumentenbeleuchtung
1.8  Instrumente
1.9  Elektrische Anlage
1.10  Bremsflüssigkeit
1.11  Bremsen
1.12  Kupplung
1.13  Hebel
1.14  Gasgriff
1.15  Gaszug
1.16  Kette
1.17  Kardanantrieb
1.18  Zahnriemen
1.19  Ölstand
1.20  Telegabel / Federbein
1.21  Zulässiges Gesamtgewicht
1.22  Treibstoff

Mein Fazit
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Eine kurze Testfahrt mit dem Motorrad

Bevor Du auf eine grosse Tour oder gar eine Motorradreise startest, fahre erst eine kurze Strecke, denn die meisten Defekte machen sich bei der Fahrt bemerkbar.

Ausserdem gibt es immer wieder kleine Defekte am Motorrad, die Dich im Alltag oder auf kurzen Strecken nicht weiter stören, bei einer ausgedehnten Tour oder gar einer Motorradreise zu einem echten Problem werden können.

Achte dabei auf merkwürdige Geräusche, ungewohntes Verhalten Deines Motorrades.
Funktionieren alle Anzeigen?

Bei dieser Gelegenheit kannst Du auch gleich ausprobieren, ob das Gepäck gut angebracht ist und wie die Fahreigenschaften des Motorrades sind.
Gerade wenn Du das erste Mal mit Koffern am Motorrad fährst, wirst Du feststellen, dass sich das Fahrverhalten des Motorrades spürbar verändern können.

Nach der Fahrt kannst Du das Motorrad auch gleich auf Flüssigkeitsverlust kontrollieren.
Öl, Kühl- und Bremsflüssigkeit bauen während der Fahrt einen Druck auf und treten so schneller durch eine undichte Stelle aus.


Funktionsprüfungen, die Du einfach selbst durchführen kannst:

Die Kontrolle folgender Dinge ist umso wichtiger, je länger die letzte Inspektion zurück liegt.
(Ich empfehle Dir, die Kontrollen nur selbst durchzuführen, wenn Du über ausreichend Erfahrung verfügst.
Anderenfalls frage einen befreundeten Motorradfahrer oder lasse das Motorrad in einer Werkstatt kontrollieren.)

Ein Reparatur-handbuch für Dein Motorrad ist ganz bestimmt eine sehr sinnvolle Investition und bekommst Du bei Polo, Louis, Hein-Gericke oder im Internet.


Reifen

Dem Zustand und der Qualität des Reifens ist bei einem Motorrad besonders viel Aufmerksamkeit zu widmen.
Schliesslich bilden sie den Kontakt zur Fahrbahn.

Überlege Dir mal kurz, welche Kräfte auf den Gummi wirken.

Sie tragen die Last, absorbieren Unebenheiten der Fahrbahn.
Wir beschleunigen und Bremsen scharf und das alles noch in Schräglage wo zusätzliche Kräfte auf die Reifen wirken.

Sie müssen genügend Grip bei all dem entwickeln und das auch bei Kälte, Nässe oder heissen Temperaturen.

Hier zu sparen ist definitiv eine dumme Idee.
Ich empfehle immer wieder, nur Premiummarken zu verwenden.


Reifenprofil

Die Mindestprofiltiefe beträgt:

  • Schweiz 1.6 Millimeter
  • Deutschland 1.6 mm
  • Österreich 1.6 mm
  • Italien 1.6 (Ausnahmeregelung im Sommer mindestens 1.0mm)

Achtung, nicht die Verschleissmarken auf den Reifen beachten!

Diese TWI-Stege („Tread Wear Indicator“) sind nach US-amerikanischer
DOT-Norm nämlich nur 0,8 Millimeter hoch.

Ein Motorradreifen hat ’nur‘ etwa eine Laufleistung von 5’000 bis 8’000 Kilometer.

Deshalb solltest Du, gerade wenn Du eine mehrtägige Tour planst, diesen Punkt im Auge behalten und gegebenenfalls neue Reifen aufziehen, oder abklären ob Du am Zielort  passende Reifen bekommst.
Nicht überall sind alle Dimensionen ohne Weiteres zu bekommen.


Reifendruck

Reifendruck allenfalls anpassen, wenn Du mit Sozius und Gepäck fährst.

Der Reifendruck ist immer beim kalten Reifen zu prüfen, da sich die Luft, im inneren eines warmen Reifens, ausdehnt.

Sichtkontrolle des Reifens auf allfällige Beschädigungen und Risse.

Wenn Du längere Zeit nicht mehr gefahren bist oder Dir nicht sicher bist, wie alt die Reifen sind, kontrolliere das Alter des Reifens.

Das Alter erkennst Du so an der DOT Nummer auf dem Reifen.
DOT steht übrigens für Departement of Transportation, welches eine einheitliche Beschriftung für Reifen eingeführt hat.
Auf den Reifen findest Du eine kleine, vierstellige Nummer, welche Auskunft über Herstellungswoche und Jahr gibt.

Die vierstellige Zahl zeigt die Kalenderwoche und das Jahr, in dem der Reifen produziert wurde.
Findest Du auf dem Reifen zum Beispiel die vierstellige DOT-Nummer 3317, dann bedeutet das, dass der Reifen aus der Kalender-Woche 33 im Jahr 2017 ist.

Der Reifen wurde also zwischen dem 14. und 20. August 2017 hergestellt.

Das Gesetz verlangt, dass der Reifen gewechselt werden muss, wenn er zehn Jahre alt ist.
Ob Du mit einem so alten Reifen noch fahren willst, musst Du wissen.
Ich wechsle die Reifen, unabhängig davon, wie viel Profil sie noch haben, spätestens nach fünf Jahren.
Der Reifen ist das Einzige, was mich auf der Strasse behält.

Ein alter Reifen wird hart und spröde.

Ein harter Reifen verliert den ‚Grip‘ und ein spröder Reifen kann, im schlimmsten Falle, platzen.


Beleuchtung

Sichtkontrolle aller Glühbirnen.

Am Einfachsten ist es, wenn Du mit dem Motorrad in eine Tiefgarage fahren kannst und das Licht ausmachst.
So siehst Du ganz leicht, ob allen Glühbirnen funktionieren.

Hand- und Fussbremse einzeln betätigen.

Löst jeder Hebel einzeln das Bremslicht aus?

Wenn Du das Bremslicht nicht siehst, dann kannst Du die Hand als Reflektor benutzen oder das Motorrad rückwärts an eine Hauswand stellen.
Bei dieser Gelegenheit kannst Du auch gleich prüfen, bei welcher Hebelstellung das Bremslicht aufleuchtet und wann es wieder aus geht.

Es kommt immer wieder vor, dass das Bremslicht nicht ausgeht, bei der Fahrt flackert oder erst sehr spät aufleuchtet.
Das liegt meist an einem falsch eingestellten Fuss-Bremshebel, respektive dem Bremskontakt der Fussbremse.
Beides kannst Du sehr einfach einstellen.

Bei einer defekten Rück- oder Bremsleuchte, kann es leicht passieren, dass Dich das nachfolgende Fahrzeug nicht sieht.
Bei einem Unfall interessiert Dich dann die Schuldfrage nicht mehr.


Abblendlicht / Scheinwerfer

Gerade bei einem Motorrad mit nur einer Abblendlicht / Scheinwerfer – Einheit kann es sinnvoll sein eine andere Glühbirne einzubauen um mehr Lichtausbeute zu haben.

Auch alte Glühbirnen verlieren an Leuchtkraft.


Scheinwerfereinstellung

Wenn Du mit Sozius und Gepäck reisen willst, dann solltest Du gegebenenfalls die Scheinwerferhöhe einstellen, damit der Gegenverkehr nicht geblendet wird und das Licht auch da ankommt, wo Du es brauchst – nämlich auf der Strasse.

Gut ausgeleuchtete Kirchtürme oder Baumkronen sind sicherlich schön anzusehen, bringt Dir aber während der Fahrt nicht sehr viel.


Instrumentenbeleuchtung

Kontrolliere auch gleich ob alle Anzeigen beleuchtet sind und ob die Warn- und Kontrollampen funktionieren.


Instrumente

Verrichten alle Instrumente ihren Dienst?
Zeigt die Kraftstoffanzeige auch den wirklichen Stand an?

Gerade auf langen Touren in abgelegenen Gebieten kann das Tankstellennetz ausgesprochen dünn sein.
Daher ist es wichtig, die Reichweite des Motorrades zu kennen und rechtzeitig tanken zu gehen.

Bedenke, dass wenn Du mit Sozius und Gepäck fährst, der Benzinverbrauch erheblich ansteigen kann.
Auch lange Autobahnstrecken mit hohen Geschwindigkeiten fordern mehr von der kostbaren Flüssigkeit.


Elektrische Anlage

Startet der Motor einfach oder gibt der Anlasser merkwürdige Geräusche von sich?
Warnt die Hupe andere Verkehrsteilnehmer oder röchelt sie nur noch etwas vor sich her?

Motorradhupen verrosten gerne da sie meist ungeschützt den Witterungen und bei Fahrten im Winter dem Salz ausgesetzt sind.

Eine Hupe, die sich anhört wie ein Frosch der am Teich sitzt, nützt Dir in einer Gefahrensituation nichts mehr.


Bremsflüssigkeit

Wann hast Du das letzte Mal einen Blick auf die Ausgleichsbehälter geworfen?
Ist noch genug Bremsflüssigkeit im Behälter?

Ein leichter Tiefstand im Ausgleichsbehälter kann aber auch auf abgefahrene Bremsbeläge hinweisen.

Falls nötig, Bremsflüssigkeit nachfüllen.

Ist sie noch klar oder sieht es aus wie eine abgestandene Brühe?
Wann wurde die Bremsflüssigkeit das letzte Mal gewechselt?

Da Bremsflüssigkeit hygroskopisch ist, nimmt sie Wasser aus der Luftfeuchtigkeit auf.
Ja, auch durch die Bremsleitung hindurch.

Ein zu hoher Wasseranteil in der Bremsflüssigkeit, über 3%, kann, bei starker Erhitzung, zum Ausfall der Bremsanlage führen.
Ebenfalls fördert ein zu hoher Wasseranteil, in der Bremsflüssigkeit, die Korrosion innerhalb der Bremsanlage.
Je mehr Wasser die Bremsflüssigkeit gezogen hat, desto weniger Druck wird auf die Bremsen ausgeübt.

Darum ist es äusserst ratsam, die Bremsflüssigkeiten zu wechseln, wenn sie zwei Jahre oder älter ist, auch wenn das Motorrad nicht gefahren wurde.

Vor dem Nachfüllen der Bremsflüssigkeit, solltest Du darauf achten, welche Bremsflüssigkeit dein Motorrad haben will.
Diese Angabe steht auf dem Deckel des Ausgleichsbehälters.

Es gibt folgende Bremsflüssigkeiten:

  • DOT 3
  • DOT 4
  • DOT 5
  • DOT 5.1

Generell sollte die Bremsflüssigkeit eingefüllt werden, welche angegeben ist.

DOT 3 und DOT 4 können gemischt werden.
DOT 5 darf auf keinen Fall mit einer anderen Bremsflüssigkeit gemischt werden.
DOT 5.1 kann mit DOT 3 oder DOT 4 gemischt werden, dann entsteht aber ein anderer Siedepunkt, was sicherlich nicht in Deinem Sinne ist.


Bremsen

Die Funktion der Bremsen ist wohl das Wichtigste, das ist jedem klar.

Lassen sich die Bremshebel leicht bedienen oder gehen sie schwergängig?
Kehren sie ohne Widerstand in die Ausgangsposition zurück?

Vielleicht benötigen die Lager der Bremshebel mal wieder einen Tropfen Öl.

Allenfalls solltest Du die Bremsleitung auf einen Knick oder Riss hin untersuchen.
Wenn es nicht daran liegt, dann ist es möglich, dass sich ein Bremskolben leicht verkantet hat oder verschmutzt ist.

Die Stärke der Bremsbeläge prüfen.
Gegebenenfalls vor der Tour die Bremsbeläge noch wechseln.

Mach eine Bremstest.

Sprechen die Bremsen ohne Verzögerung an?
Ist die Bremsleistung gut?
Zieht es auf keine Seite?
Rubbelt oder stottert etwas?

Ein Quietschen oder singen der Bremsen kommt meist daher, dass die Bremsbeläge nicht abgekantet sind oder keine oder unzureichend Bremspaste auf der Rückseite der Bremsbeläge ist.

Die Sicherheit wird dadurch aber absolut nicht reduziert.

Es kann aber trotzdem nerven, wenn bei jedem Bremsvorgang solch hässliche Geräusche zu hören sind. 🙂

Bei Motorräder mit ABS sollten die Bremsen bei laufendem Motor gemacht werden.


Kupplung

Wie sieht es da im Ausgleichsbehälter aus?
Lässt sich der Kupplungshebel leicht bedienen?
Lassen sich die Gänge leicht wechseln?

Der Bremshebel sollte, am äusseren Ende, etwa zwei Millimeter Spiel haben.

Bei zu wenig Spiel, besteht die Gefahr, dass die Kupplung immer leicht schleift und so zu schnell verschleisst.
Bei zu viel Spiel, ist es möglich, dass die Kupplung nicht mehr richtig trennt.

Ist mit der Einstellschraube kein vernünftiges Spiel einzustellen, dann sind vermutlich die Reibescheiben der Kupplung abgenutzt und sollte gewechselt werden.


Hebel

Sind die Hebel richtig eingestellt?
Kannst Du sie leicht greifen und bedienen?
Stimmt der Winkel?

Für eine entspannte Haltung sollten die Hebel in der Neigung so eingestellt sein, dass der Unterarm und der Handrücken eine Gerade bilden, wenn die Finger gestreckt auf dem Hebel liegen.


Gasgriff

Der Gasgriff sollte sich um bis zu zwei Millimeter drehen lassen, bevor Du einen Widerstand spürst.

Bei zu wenig Spiel kann es unter Umständen passieren, dass das Gas nicht mehr vollständig schliesst.
Bei zu viel Spiel kann es schwierig werden, das Gas richtig zu dosieren und kann zu harten Lastwechselreaktionen führen.

Normalerweise können die Gaszüge mit zwei Kontermutter, gleich beim Griff, ganz
leicht eingestellt werden.


Gaszug

Geht der Gaszug leichtgängig?
Sitzen die Endstücke der Hülle richtig?

Wenn der Gaszug nicht leichtgängig geht, ist es möglich, dass der Gasgriff selbst etwas klemmt.
Dazu den Gasgriff entfernen und etwas Kriechöl WD-40 zwischen Gasgleithülse und Lenker sprayen.

Wenn der Gaszug etwas klemmen, nicht einfach etwas Öl in die Hülle sprühen.
Sollte Dein Motorrad eine Hülle mit Teflonummantelung hat, dann muss ein spezieller Schmierstoffe verwendet werden.
Normales Öl, wird es klumpen und somit genau das Gegenteil von dem bewirken, was Du wolltest.


Kette

Die Antriebskette ist ja ein einfacher und genügsamer Gegenstand und wird deshalb so oft vernachlässigt, wie die Schuhe.
Aber – eine Kette will Kettenöl haben, damit die Glieder geschmeidig laufen und sie ihren Dienst gut und vor allem lange verrichtet.

Antriebskette auf Längung und Verschleiss kontrollieren.
Im Zweifel muss eine neue Kette her.
Bei fortgeschrittenem Verschleiss baut die Kette sehr schnell ab, längen sich dann rapide und können im Extremfall reissen.

Die Kette korrekt, das heisst gemäss Herstellerangaben einstellen.
Wenn Du mit Sozius und/oder Gepäck unterwegs sein wirst, dann musst Du das Zusatzgewicht dabei berücksichtigen.

Die Kette muss etwas durchhängen, denn beim Einfedern vergrössert sich der Abstand von Ritzel und Zahnrad.
Wenn die Kette zu straff eingestellt ist, wirkt beim Einfedern eine Zugkraft auf die Kettenglieder, das hintere Radlager und auf das Getriebeausgangslager.

Die Kette längt sich und die Lager können beschädigt werden.

Mit der Hand kannst Du schnell erfühlen ob die Kette noch genügend Kettenöl hat, verdreckt ist und ob der Durchhang stimmt.

Wie viel der Durchhang betragen sollte, kannst Du ganz einfach in der Betriebsanleitung oder im Internet erfahren.
In der Regel beträgt der Durchhang bei einem Sportmotorrad und einem Naked-Bike etwa zwei Zentimeter.
Bei Enduros ist der Durchhang, aufgrund des grösseren Federweges etwas grösser.

Wenn Du die Kette besonders gründlich prüfen willst, dann kannst Du den Kettenzustand und den Durchhang an mehreren Stellen kontrollieren.
Sollte die Kette zu straff sein oder deutlich zu viel Durchhang haben, dann muss das unbedingt korrigiert werden.
Genaue Angaben bekommst Du in der Bedienungsanleitung.

Ist die Kette zu trocken, dann sprühst Du sie gleichmässig mit etwas Kettenspray ein.
Dazu das Motorrad auf den Hauptständer, Leergang einlegen und das Hinterrad langsam mit der Hand drehen.

Wenn Dein Motorrad keinen Seitenständer hat, dann bitte jemanden Dir zu helfen.

Das Motorrad auf den Seitenständer stellen.
Die helfenden Person kann jetzt das Motorrad, über den Seitenständer, gegen sich ziehen und schon ist das Hinterrad in der Luft.

Nachdem Du die Kette geölt hast, solltest Du nicht gleich losfahren, denn das Kettenöl muss erst etwas ablüften können, sonst haftet es nicht richtig und wird regelrecht weggeschleudert.
Es haftet dann überall am Motorrad nur eben nicht dort, wo es eigentlich sein sollte.


Kardanantrieb

Den Kardanantrieb auf Dichtigkeit prüfen.
Sind alle Lager, Gelenke und Manschetten sauber und dicht?
Tritt irgendwo Öl aus?


Zahnriemen

Den Zahnriemen auf Beschädigungen kontrollieren.
Ist der Riemen ausgefranst, rissig oder sonst wie beschädigt?

Wenn ja, dann sollte der Riemen so schnell wie möglich gewechselt werden.


Ölstand

Zu wenig Öl führt zu erhöhtem Verschleiss.
Zu viel Öl darf es aber auch nicht sein, denn das führt dazu, dass das Öl bei warmen Motor an allen möglichen Stellen herausgedrückt wird.
Ventildeckeldichtung und Airbox sind da noch die harmloseren Stellen.

Wie der Ölstand bei Deinem Motorrad zu kontrollieren ist, steht in der Betriebsanleitung.
Jeder Hersteller handhabt das etwas anders.

Es gibt, je nach Hersteller und Motorradmodel zwei Arten, wie der Ölstand gemessen wird.

Entweder durch ein Schauglas oder mit einem Peilstab.

Was aber bei allen Marken und Motorradmodellen das Gleiche ist:
Das Motorrad muss auf einer waagerechten und ebenen Fläche stehen.

Liegt der Ölstand nahe am Minimum, dann solltest Du das Motorenöl in 100-ml- Schritten nachfüllen, danach den Füllstand erneut prüfen.
Der Ölstand sollte mittig zwischen der ‚Min‘ und ‚Max‘ Markierung liegen.


Telegabel / Federbein

Die Telegabel und Federbeine solltest Du auf Dichtigkeit prüfen.
Tritt irgendwo Öl aus, dann müssen die Dichtringe gewechselt und das Öl zumindest aufgefüllt werden, besser aber gleich gewechselt.

Vergiss nicht die Federvorspannung und die Dämpfung auf die höhere Belastung einzustellen, wenn Du mit Sozius und/oder Gepäck fährst.
Es ist nämlich echt nervig, wenn Du Deine Liebste auf dem Motorrad hast und die Kiste bis zum Anschlag durchfedert.


Zulässiges Gesamtgewicht

Das zulässige Gesamtgewicht immer beachten.
Die genauen Angaben siehst Du im Fahrzeugausweis.

Du kannst das Motorrad meist sehr gut mit einer Personenwaage selbst ermitteln.

Belade das Motorrad mit dem Reisegepäck, dann stellst Du das Vorder- und das Hinterrad auf die Personenwaage.
Die Summe beider Einzelgewichte ergibt das Gesamtgewicht.
Dazu kommen noch Dein Gewicht und das von Deinem Sozius.


Treibstoff

Kurz vor der Abfahrt noch einen Blick in den Tank.

Ich fühle mich regelmässig doof, wenn kurz nach der Abreise, die Warnlampe angeht oder ich den Benzinhahn bereits auf Reserve stellen muss.

Einige Motorräder haben eine, meist ungenaue Tankanzeige, andere nur eine Kontrollleuchte und wieder andere haben noch einen guten alten Benzinhahn, was mir persönlich die liebste und sicherste Lösung ist. 🙂

Mein Fazit

Du siehst, es gibt am Motorrad einiges zu kontrollieren, bevor es auf die Tour oder die Reise gehen kann, denn das alles kann unterwegs zu einem echten Ärgernis werden.

Deswegen empfiehlt es sich, Veränderungen in den Eigenschaften von Motor und Fahrwerk sowie der Elektrik vor der Reise nachzugehen, und Defekte rechtzeitig zu beheben oder beheben zu lassen.
Dies gilt besonders für Maschinen, die erst kurze Zeit vor der Reise als Gebrauchte gekauft wurden.

Wenn Du Touren über die Berge, in abgelegene Gebiete oder gar ins Ausland machst, dann kann ich Dir nur empfehlen einen Schutzbrief bei einem Automobilclub abzuschliessen.

Der Kostet wenig und befreit Dich von einigem Ärger und Umtriebe, wenn dann doch mal etwas passiert.

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