Was auf einer Motorradtour nicht passieren sollte Teil 3


Inhaltsverzeichnis

Was auf einer Motorradtour nicht passieren sollte Teil 1 + Teil 2
Die geplante Tour einhalten / nicht stressen lassen
Mit einem ausgefallenen Zylinder über die Alpenpässe
Die Motorradtour, die keine sein sollte
Gereizt, getrieben und beinahe eine Schlägerei
Benzinpanne auf der Autobahn
Den Riemen des Helmes am Motorrad eingeklemmt
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Beiträge Teil 1 + Teil 2

Die geplante Tour einhalten / nicht stressen lassen

Die selbst geplante Tour zu verlassen und sich stressen lassen, sind zwei Dinge, die in der Kombination selten ein gutes Resultat ergeben.
Bei mir führten es dazu, dass ich einen neuen Freund gewonnen habe und den Schnellzug (den Frecciarossa) von Italien kennenlernen durfte.

Meine Rückreise plante ich mit einer oder zwei Übernachtungen und sollte mich an der Westküste (nicht die Adria) von Italien zurück in die Schweiz führen.
Zwischen dem majestätischen Vesuv und Neapel durch und in Mondragone auf die Küstenstrecke in Richtung Rom.

Eigentlich hatte ich vor, Rom weiträumig zu umfahren, denn in dieses verkehrstechnische Moloch wollte ich auf keinen Fall.
Nun ja, kein Navi zu benutzen und getreu dem Motto ‚immer der Hauptstrasse nach‘ führte dazu, dass ich eben doch dort landete, wo ich gerade nicht hin wollte.
Es heisst nicht umsonst: „alle Strassen führen nach Rom“.
In diesem Fall war es mehr wie nur ein Sprichwort.

Gut, machst Du aus der Not etwas fürs Ego und fotografierst beim Durchfahren noch die wichtigsten Sehenswürdigkeiten für das Poesiealbum, dachte ich mir.
Sagte ich schon, dass ich ohne Navi unterwegs war?

Meine Heimatstadt ist Zürich, mit gerade mal etwas um 400’000 Einwohner.
Für einen Schweizer hat Rom, mit seinen nahezu 3 Millionen Einwohner schon beinahe die Grösse von einem Land.

Nach zirka einer Stunde brach ich die Übung ab und entschied mich weiter zu fahren.
Genau – eine tolle Idee.
Ohne Navi, von irgendwo in Rom, die Ausfahrt in Richtung Norden finden.
Ein Kinderspiel.

Nach weiteren zwei Stunden war ich dann wieder auf dem Weg in Richtung heimatlichem Gefilde.
Aber eben mit etwa drei Stunden Verspätung.

Angepeiltes Ziel war Grosseto, das etwa 140 Kilometer unterhalb von Florenz liegt.

Irgendwo zwischen Rom und Viterbo kam ich dann komplett von der Strecke ab.
Ich sah zwar sehr schöne Gegenden aber es wurde auch bereits dunkel.
Seit über acht Stunden war ich schon unterwegs und hatte ungefähr 400 Kilometer geschafft.

Ich gebe Dir den gut gemeinten Rat, sag in einer solchen Situation nie „wenigstens regnet es nicht“.
Denn dann beginnt es unter Garantie zu regnen.
Ich war auf Regen vorbereitet und zog meinen Regenkombi an.

Was ich aber vergass, denn ich überlegte mir wo ich übernachten sollte, war die besch….. Strassen in dieser Region.

Ich fuhr gerade durch Vetralla.
Nicht schnell, denn es regnete heftig.
Der Regen tropfte schon innen am Visier durch, als ein Wagen aus dem Parkplatz ausscherte.
Er hat mich wohl übersehen.

In diesem Augenblick schaltete sich mein Gehirn wieder ein und verhinderte ein instinktives schnelles Ausweichen, denn – die Strassen sind bei Regen spiegelglatt.
Vor lauter Aufregung fand ich den Knopf der Hupe nicht sofort und so kam es dann . . .

Der Wagen streifte mich ganz leicht, mein Motorrad rutschte sofort weg und sprang, weil die Koffer wie eine Sprungfeder wirkten, um die eigene Achse – mit dem Hinterrad genau auf die Bordsteinkante.

Da lag mein Motorrad nun.
Blinker kaputt und eingeschlagene Felge, der eine Koffer 30 Meter weiter weg.

Ich war im Schock und weil in Italien viele kein Geld für die Versicherung haben, machte sich der Unfallverursacher unbemerkt aus dem Staub.
Toll, an eine Weiterreise mit dem Motorrad war nicht mehr zu denken.

Da Kawasaki Italien 1’200.- Euro für eine neue Felge wollte, durfte ich am nächsten Tag mit dem Frecciarossa zurück in die Schweiz fahren.
Auch ein tolles Erlebnis wirklich – aber nicht unter diesen Umständen.
Mein Motorrad kam einige Wochen später auf einem LKW zurück zu mir.

Das Schöne an diesem Sturz war, die grosse Hilfsbereitschaft der Italiener.
Ich glaube der ganze Ort war da um mir zu helfen und gingen erst als Roberto sagte, dass er sich um mich kümmert.
Roberto arbeitete in einer Werkstatt gleich an dem Ort, an dem ich den Sturz hatte.

Als sich mein Schock etwas gelegt hatte, Roberto stellte mir schon lange einen Stuhl hin und drückte mir etwas zu Trinken in die Hand, fragte er mich was ich hier in Vetralla mache.
Ich sagte, dass ich zurück in die Schweiz fahre.
Er sah mich an und fragte mich noch ein Mal, was ich in Vetralla mache.

Ich wollte mich bereits wiederholen, als er etwas ungläubig lächelte und sagte: „in Italien fährt man, wenn immer möglich, nur auf der Autobahn, alle anderen Strassen sind eine Katastrophe.
Ich entgegnete ihm, dass ich die schöne Gegend sehen und Kontakt mit den Menschen haben wollte.
Mit der tollen Gegend wurde nicht viel aber den Kontakt zu den Menschen hatte ich.
Wohl mehr, als ich mir bei der Abfahrt vorstellen konnte.

Meine Tipps

  • Plane Deine Tour mit genügend Zeitreserven.
  • Mach Dich schlau, wie die Strassen sind.
  • Gerade auf langen Strecken und im Ausland empfiehlt es sich, ein Navi dabei zu haben und natürlich eine passende Halterung.
  • Lass Dich nie stressen – egal was passiert
  • Halte lieber einmal früher an und beziehe ein Nachtquartier

Mit einem ausgefallenen Zylinder über die Alpenpässe

Etwas mehr wie zwei Jahre habe ich an meinem Motorrad geschraubt und es umgebaut.
Dabei wurde so ziemlich das komplette Motorrad zerlegt und wieder zusammengebaut.
Daraus zog ich die Selbstüberschätzung, dass ich mein Motorrad in- und auswendig kenne.

Ein kleines Loch von wenigen Millimetern zeigte mir aber das Gegenteil.

Wir waren, in einer kleinen Gruppe, in den Schweizer Alpenpässen unterwegs, als es zu regnen begann.
Klar, für die Stimmung jetzt nicht unbedingt der Kick, doch Regenkombi angezogen und weiter ging es.
Nur nichts anmerken lassen.

Kurze Zeit später begann der Motor zu mucken und ich bemerkte, dass ein Zylinder seine Tätigkeit eingestellt hatte.
Bei einem Zwölfzylinder-Motor ist das vielleicht noch zu verschmerzen, bei einem Zweizylinder ganz und gar nicht.

Unsere Motorradtour führte uns über den Lukmanier und Oberalp wieder zurück nach Wassen.
Diese Strecke musste noch irgendwie geschafft werden.
Ich zweifelte oft daran, dass ich das Ziel noch zusammen mit dem Motorrad erreichen werde.

Zu allem wurde der Regen immer intensiver und die Nacht brach langsam an.

Lange Rede – kurzer Sinn.
Ich erreichte das Ziel in Wassen noch gerade so und überlegte mir bereits, wie ich mein Motorrad am nächsten Tag zu mir nach Hause bekomme.

Im Hotel besprach ich meine Situation mit einem dort anwesenden Motorradfahrer.
Wie es sich herausstellte, fuhr er auch mal ein solches Motorrad und kannte dessen Eigenheiten.
Er bat den Wirt um einen Pfeiffenreiniger und ging mit einem Grinsen nach draussen.

Er kniete sich vor mein Motorrad fummelte mit dem Pfeiffenreiniger am vorderen Zylinder herum und meinte nur „starte den Motor“.

Ich konnte es kaum glauben, doch beide Zylinder werkelten in gewohnter Manier, wie wenn nie etwas gewesen wäre.
Aber was war den gewesen?

Der vordere Zylinder ist dem Wetter ungeschützt ausgesetzt und so kann sich das Regenwasser um die Zündkerze herum sammeln.
Die Motorradbauer wusste um diese Tatsache und haben cleverer weise ein kleines Loch in den Zylinderkopf eingelassen.
Durch eben dieses kleine Loch konnte das Regenwasser ablaufen.
Was es in diesem Fall nicht tat, weil es schlicht verstopft war.

Der Pfeiffenreiniger löste dieses Problem auf einfache Art und Weise und stellte die völlige Funktionsfähigkeit des Motors wieder her.
So einfach kann es sein. 🙂

Meine Tipps

  • Lerne Dein Motorrad kennen.
  • Mach Dich darüber schlau, was die Eigenheiten von Deinem Motorrad sind.
  • Reinige und Pflege Dein Motorrad regelmässig

Die Motorradtour, die keine sein sollte

Vor einigen Jahren habe ich mich in einem neuen Motorradforum angemeldet, weil ich Leute aus meiner Gegend kennenlernen wollte, die das selbe Hobby teilen.

Eines Tages machte ich mit zwei weiteren Forums-Neulingen und einem ‚alten Hasen‘ ab.
Wir wollten uns treffen und eine kleine Ausfahrt machen.

Ich ging mit der Vorstellung zum Treffpunkt, dass wir uns zu einem Kaffee treffen, uns nett unterhalten und kennenlernen.
Falsch gedacht.

Kaum am Treffpunkt angekommen, setzte sich der ‚alte Hase‘ auf sein Motorrad und sagte zu uns „folgt mir“.
Er fuhr eine grosse Reiseenduro, eine Tatsache, die für was dann kam, nicht ganz unwichtig ist.

Ein Neuling war mit einer älteren 600er angereist und der andere war ein Fahranfänger mit dem eleganten blauen Täfelchen mit dem bekannten weissen L neben dem Kennzeichen.
Ich war mit einer Chopper da.

Mir wurde relativ schnell klar, dass es eine ausgewachsene Motorradtour werden wird, bei dem Tempo, dass der Tourguide vorlegte.

Kaum abgefahren wurden wir auf eine längere Schotterpiste geführt.
Es ging über Hügel, vorbei an einsamen Bauernhöfen irgendwo in die Walachei.
Ich wusste gar nicht, dass es nahe bei Zürich, so verlassene Gegenden gibt.

Meine Chopper hatte gut zu kämpfen um dem Tourguide folgen zu können.
Die 600er und der Fahranfänger haben zeitweise den Anschluss verloren.
Die erste Pause war dann auf dem Klausenpass.

Eine definitiv zu lange Strecke, wenn Grund des Treffens das Kennenlernen war.

Auf dieser Motorradtour, die keine sein sollte, wurde so gut wie alles gemacht, was man als Tourguide eben nicht tun sollte.

Wenn eine Motorradtour geplant ist, dann hat das mit allen besprochen zu werden.
Ebenfalls ist allen mitzuteilen, wo die Tour lang geht und an welchen Orten eine Pause eingeplant ist.

Der Tourguide hat seinen Fahrstil dem Rest der Gruppe anzupassen.
Dabei ist auf die Motorräder Rücksicht zu nehmen.

Eine Schotterpiste wird definitiv nur mit Motorradfahrern gefahren, die sich das zutrauen und das auch wollen.
Eine Gruppe, die sich nicht kennt, sollte nicht bei der ersten Ausfahrt mehrere hundert Kilometer zurücklegen.
Ganz bestimmt nicht, wenn noch ein Fahranfänger mit dabei ist.

Meine Tipps

  • Lernt euch erst kennen, bevor Ihr zusammen eine Motorradtour unternehmt
  • Die geplante Tour ist mit allen Teilnehmern zu besprechen
  • Der Tourguide hat auf den Fahrstil und das Tempo der Gruppe Rücksicht zu nehmen
  • Bei einer Gruppe, die sich nicht kennt, wird nie eine Schotterpiste gefahren, ausser es wurde explizit so abgemacht.

Gereizt, getrieben und beinahe eine Schlägerei

Vor vielen Jahren, ich fuhr noch nicht sehr lange Motorrad und hatte erst gerade einen Sturz hinter mir, war ich mit einem guten Freund über die Alpenpässen unterwegs.

Meine Fahrweise war unsicher und ich hatte mich mit der Länge Strecke auch überschätzt. Keine gute Kombination, wenn man mit dem Motorrad unterwegs ist.

Auf der ganzen Strecke fuhr mein Freund hinter mir, so dass ich das Tempo fahren konnte, bei dem ich mich wohlfühlte.

Wir hatten gerade die ersten paar hundert Meter des Lukmanier hinter uns, als sich ein anderer Motorradfahrer, in einem riskanten Überholmanöver, zwischen uns setzte.
Da die Strecke es nicht zuliess, dass er auch mich überholen konnte, klebte er sehr nahe an meinem Hinterrad.

Er begann zu reizen und zu drängeln.
Wild gestikulierend hetzte er mich die Passstrecke hoch.
Bei der ersten Gelegenheit überholte er mich.

Gut, dachte ich, dann bin ich diesen Stressbolzen los und kann entspannt weiter fahren.
Leider falsch gedacht.

Der Motorradfahrer verringerte sein Tempo sofort, als er mich überholt hatte.
Ich musste bremsen, damit ich nicht auf ihn drauf fahre.

Er beschleunigte und bremste ab.
Er beschleunigte und bremste ab.

Es war klar, dass er mich zu einem Rennen herausfordern wollte um sein Ego aufzubessern.
Er war offensichtlich aus der Gegend und kannte die Passstrecke wie seine Hosentasche.

Ich wurde immer langsamer.
Mein Wunsch war einfach, dass er geht,
Doch das tat er nicht.

Irgendwann platzte mir der Kragen, denn was er da tat, war wirklich nervend und auch gefährlich.
Ich beschleunigte kurz, so dass ich schnell auf seiner Höhe war.
Bei ihm angekommen, packte ich das Kinnteil von seinem Helm und schrie ihn an.

Wäre nicht mein Freund mit dabei gewesen, welcher die Situation schnell schlichtete, wäre es vielleicht zu einem Handgemenge gekommen.

Aus dieser Situation habe ich viel gelernt.
Ausserdem wird man mit zunehmendem Alter auch etwas ruhiger und gelassener. 😉

Deshalb gebe ich Dir folgende Tipps

  • Plane Deine Motorradtour Deinen Möglichkeiten entsprechend – überschätze Dich nicht
  • Gib Dir bei jeder Motorradtour genügend Zeitreserven für Unvorhergesehenes
  • Lasse Dich nie stressen oder gar reizen
  • Lass Dich nicht von anderen ablenken
  • Wenn es dann doch mal zu einer solchen Situation kommen sollte, halt an und mach eine Pause.

Benzinpanne auf der Autobahn

So ziemlich das Dümmste was mir passiert ist, ist eine Benzinpanne.
Es ist ärgerlich, wenn man mit dem Motorrad irgendwo in der Walachei stehen bleibt, einfach nur, weil der Treibstoff zu Ende ging.

In voller Motorradkleidung, bei stechender Sonne bis zur nächsten Tankstelle und wieder zurück zu laufen ist kein wirkliches Vergnügen.

Wenn die Benzinpanne, wie bei mir auf der Autobahn, in einem Tunnel, eintritt, dann kann es nicht nur sehr teuer, sondern vor allem auch gefährlich werden.

Benzinpannen auf der Autobahn können eine Busse von CHF 200.- bis 300.- nach sich ziehen.
Im schlimmsten Fall gibt es sogar Fahrausweisentzug.
Denn in Tunnels gibt es meist keinen Pannenstreifen.

Gleich am Anfang, eines längeren Tunnels teilte mir der Motor mit, dass der Nachschub am edlen Saft fehlt.
Kein Problem, einfach den Benzinhahn auf Reserve umgestellt und die nächsten 50 Kilometer sind gesichert.

Hab ich schon mal gesagt, dass meine liebste Benzinanzeige der gute alte Benzinhahn mit Reserveschaltung ist?
Ist er, wenn man ihn denn auch richtig bedient.

Ich fummelte an dem Benzinhahn herum und musste feststellen, dass das Stottern des Motors nicht aufhörte, sondern immer schlimmer wurde.
Und dann ging der Motor aus.

Gerade noch so, mit dem letzten Schwung, schaffte ich es aus dem Tunnel und auf den Pannenstreifen.
Was geschehen war, begriff ich schnell.

Ich hatte den Benzinhahn, beim letzten Tankstopp, nicht ganz zurück auf ON gestellt und so nuckelte der Motor auch die Restmenge, die als Reserve gedacht war, weg.

Zum Glück war zu dieser Zeit keine Polizei auf dieser Strecke und so konnte ich, nachdem ich Benzin an der Tankstelle geholt hatte, meine Reise ohne eine Busse, dafür um eine grosse Erfahrung reicher, fortsetzen.

Meine Tipps

  • Kontrolliere immer wieder, ob die Benzinanzeige funktioniert.
  • Stelle zur Sicherheit, nach dem Tankstopp, den Tageskilometerzähler auf Null

So kannst Du in etwa abschätzen, wie weit du noch kommst.

  • Wenn Dein Motorrad einen Benzinhahn hat, dann kontrolliere nach jedem Tankstopp, ob Du ihn auch wieder auf ON gestellt hast.
  • Öffne vor jeder Fahrt zur Sicherheit und kontrolliere, wie viel Benzin noch im Tank ist.
  • Geh vor einer Motorradtour lieber zur Sicherheit noch zu einer Tankstelle und mach den Tank voll.

Den Riemen des Helmes am Motorrad eingeklemmt

Vor einiger Zeit war ich mit meiner Freundin und dem Motorrad im Tessin.
Wir gönnten uns ein romantisches Wochenende am Lago Maggiore.

Am Abend fuhren wir nach Ascona und stellten das Motorrad auf einem Parkplatz ab.
Um die Hände frei zu haben, liessen wir die Helme beim Motorrad.

Motorräder haben dafür diesen tollen Hacken unter dem Sattel.

Dabei solltest Du aber darauf achten, dass der Riemen des Helmes nicht eingeklemmt wird.
Ich tat es nämlich nicht und machte den Sattel wieder am Motorrad fest.

Als wir glücklich und satt vom Abendessen zurückkamen, wollten wir unsere romantische Stimmung so schnell wie möglich ins Hotel bringen und unserer gemeinsamen Zeit freien Lauf lassen.
Nun ja, das war der Plan.

Der besagte, eingeklemmte Riemen des Helmes hatte da so seine eigenen Pläne.
Der Riemen war so doof eingeklemmt, dass ich das Schloss des Sattels nicht auf bekam.

Mit Freuden stellte ich fest, dass ein so angebrachter Helm wirklich gegen Diebstahl gesichert ist.
Zu diesem Zeitpunkt aber wünschte ich mir, dass ein Motorradsattel nicht ganz so sicher gebaut wäre.

Alles fummeln und fluchen nützte nichts, am Ende blieb mir nur eine Lösung . . .
Ich bat in einem Restaurant um eine Schere und musste den Riemen des Helmes durchtrennen.
Danach konnte ich den Sattel wieder wie gewohnt vom Motorrad abnehmen, doch hatte ich jetzt das Problem, dass ich den Riemen nicht mehr schliessen konnte.

Bei der Rückreise minderte dieser Umstand unser Reisegeschwindigkeit erheblich, denn ab einer gewissen Geschwindigkeit drohte der Fahrtwind mir den Helm abzuziehen.
Dazu gesellte sich das ungute Gefühl, dass bei einem Sturz die Möglichkeit bestand, dass ich den Helm verlieren könnte und dadurch mein Kopf ungeschützt ist.

Meine Tipps

  • Achte darauf, dass Du den Helm sauber am Motorrad anbringst und der Riemen des Helmes nicht eingeklemmt wird.
  • Achte auch darauf, dass die Funktion des Sattelschlosses immer gewährleistet ist.

Diese Schlösser funktionieren oft mit einem Kabelzug.

  • Dieser Kabelzug sollte regelmässig auf die Funktion geprüft und gegebenenfalls mit etwas Allzwecköl geschmiert werden.
  • Bring den Helm, mit dem Visier nach unten, an Deinem Motorrad an.

So können Lausbuben nichts in den Helm kippen.

Das wären meine Erlebnisse auf Motorradtouren mit dem grössten und nachhaltigsten Lerneffekt.

Was waren Deine Pannen und Erlebnisse auf deinen Motorradtouren?

Schreibe doch einfach einen Kommentar und erzähle mir davon.

Ich bin neugierig und es macht es mir etwas einfacher, wenn ich weiss, dass nicht nur mir das eine oder andere Malheur passiert. 😀

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