Internationaler Führerschein


Inhaltsverzeichnis

Die verschiedenen internationalen Abkommen über Kraftfahrzeugverkehr

1.1  Pariser Abkommen über Kraftfahrzeugverkehr (24. April 1926)
1.2  Genfer Abkommen über den Kraftfahrzeugverkehr (12. August 1949)
1.3  Wiener Strassenverkehrskonvention (7. Oktober bis 8. November 1968)
1.4  CH-, EU- und EWR-Führerscheine

Wichtig Anmerkung des BMVI
Länder mit eigenen Bestimmungen
Das Problem der verschiedenen internationalen Abkommen

4.1  Kulanz
4.2  Nationaler Führerschein mit Übersetzung
4.3  Fazit

Falsche oder ungenügende Informationen
Informiere Dich zwingend vor der Reise
Rechtliche Konsequenzen

7.1  Lenken eines Fahrzeuges ohne Berechtigung
7.2  Ein nicht anerkannter Führerschein

Beispiel Thailand
Beispiel USA
10  Fahren ohne je einen Führerschein gemacht zu haben
11  Welche internationalen Führerscheine werden ausgestellt?

11.1  Schweiz
11.2  Deutschland
11.3  Liechtenstein
11.4  Luxemburg
11.5  Österreich

12  Stellungnahme der Länder:

12.1  Schweiz
12.2  Deutschland
12.3  Liechtenstein
12.4  Luxemburg
12.5  Österreich

13  Weitere wichtige Beiträge zum Thema internationaler Führerschein
14  Länderinformationen


Oder warum Du, mit grösster Wahrscheinlichkeit, unerlaubt ein Fahrzeug lenkst . . .

Wenn Du ausserhalb der der Schweiz und EU ein Fahrzeug lenkst, dann benötigst Du dafür in der Regel einen internationalen Führerschein.

Ein internationaler Führerschein ist nicht nur eine blosse Übersetzung des nationalen Führerschein in mehrere Sprachen.
Ein solcher Führerschein muss auch von dem betreffenden Land ratifiziert worden sein, damit er eine Gültigkeit hat.

Im internationalen Führerschein werden auch nur die Fahrzeugkategorien eingetragen, die in Deinem nationalen Führerschein eingetragen sind.

Wie bei allen Dingen gibt es auch bei den internationalen Führerscheinen keine weltweit einheitliche Regelung und damit beginnt das Problem.

Als erstes musst Du wissen, dass es drei verschiedene Internationale Führerscheine gibt, wovon heute hauptsächlich noch zwei gültig sind.

Wie immer, auch das mit Ausnahmen.

Es ist auch nicht so, dass alle Länder einen internationalen Führerschein ratifiziert haben.
Es gibt eben auch Länder die nur einen Führerschein des eigenen Landes anerkennen.

Die verschiedenen internationalen Abkommen über Kraftfahrzeugverkehr

Pariser Abkommen über Kraftfahrzeugverkehr (24. April 1926)

Das erste zwischenstaatliche Abkommen vom 24. April 1926 ist nur noch in wenigen Ländern gültig und umfasst auch nur noch wenige Länder der Erde.

Das liegt hauptsächlich daran, dass im Führerschein nach diesem Abkommen nur drei Fahrzeugkategorien eingetragen werden können und nur ein Jahr gültig ist.

Das ist der internationale Führerschein, den Du in Liechtenstein bekommst.
Deutschland und Österreich können auch internationale Führerscheine nach diesem Abkommen ausstellen.

Genfer Abkommen über den Kraftfahrzeugverkehr (12. August 1949)

Ratifiziert wurde dieser überwiegend von amerikanischen Nationen sowie afrikanische und asiatische Staaten.

Man kann sagen, dass, bis auf wenige Staaten, alle Länder diesen ‚internationalen Führerschein‘ ratifiziert haben oder zumindest anerkennen.

Dieses Abkommen wurde von der Schweiz wohl unterschrieben aber nicht ratifiziert.
Die Schweiz anerkennt aber diesen internationalen Führerschein.

Österreich kann auch internationale Führerscheine nach diesem Abkommen ausstellen.

Wiener Strassenverkehrskonvention (7. Oktober bis 8. November 1968)

Ratifiziert wurde diese von vielen Ländern Europas, sowie Russland, Brasilien, Iran und den Philippinen und einigen wenigen weiteren Ländern.

Das ist der internationale Führerschein, den Du in der Schweiz und in Luxemburg bekommst.
Deutschland und Österreich können auch internationale Führerscheine nach diesem Abkommen ausstellen.

Dieser Führerschein ist aber so gut wie in keinem Land gültig!!!
Dieser Führerschein ist gerade mal in 48 Ländern gültig, in welchem der EU-, respektive CH- Führerschein nicht gültig ist.

CH-, EU- und EWR-Führerscheine

Innerhalb er EU, EWR und EFTA sind die nationalen Führerscheine (im Kreditkartenformat) anerkannt.
Ebenso in Australien, Kanada, Neuseeland und Südafrika.
(In Australien und Neuseeland wird eine englische Übersetzung verlangt)

Für Reisen im EU-Raum und der Schweiz brauchst Du somit keinen internationalen Führerschein.

Mehr Informationen zum Thema CH-, EU- und EWR-Führerscheine.

Wichtig Anmerkung des BMVI

BMVI (Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur)

„Es hilft also nicht, nur die rechtlichen Grundlagen zu betrachten. Es ist ebenso bekannt, dass Staaten Fahrerlaubnisse deutscher Bürger nicht anerkennen, obwohl beide Staaten dasselbe Abkommen ratifiziert haben. Eine allgemein gültige Auskunft kann seitens des BMVI daher nicht gegeben werden“

Länder mit eigenen Bestimmungen

Daneben gibt noch ein paar wenige Staaten, die weder einen nationalen noch einen internationalen Führerschein anerkennen und akzeptieren.

Diese Länder anerkennen und akzeptieren ausschliesslich einheimische Landesdokumente.
Teilweise sind diese dort aber leicht erhältlich oder man ist auf einen einheimischen Fahrer angewiesen..

Das Problem der verschiedenen internationalen Abkommen

Du siehst, es gibt zwei Gruppen von Staaten die einen unterschiedlichen ‚internationalen Führerschein‘ ratifiziert haben, das heisst ausgeben und akzeptieren.

Aber eben nicht den jeweils anderen ‚internationalen Führerschein‘ der anderen Gruppe.

Für einen Bürger der Schweiz oder der Bundesrepublik Deutschland, sowie Liechtenstein und Luxemburg, ist es zum Beispiel nicht möglich einen ‚internationalen Führerschein‘ zu bekommen, der in den USA , Thailand oder nahezu allen anderen Ländern ausserhalb von Europa legal anerkannt und akzeptiert ist.

Was das für Konsequenzen haben kann, werde ich Dir später genau erklären.

Kulanz

Der in der Schweiz, der Bundesrepublik Deutschland und Luxemburg ausgestellte ‚internationale Führerschein‘ (nach dem Wiener Abkommen aus dem Jahr 1968), wird zusammen mit einem gültigen EU-Führerschein von örtlichen Polizisten in Thailand und den USA jedoch im Allgemeinen kulanzweise akzeptiert.
Auch der in Deutschland und Liechtenstein ausgestellte internationale Führerschein (nach dem Pariser Abkommen von 1926) wird in einigen Ländern kulanzweise akzeptiert.

Es gibt bestimmt weitere Länder die Führerscheine der CH oder EU anerkennen oder kulanzweise akzeptieren.

Kulanzweise akzeptieren heisst aber nicht, dass sie rechtlich anerkannt sind!

Nationaler Führerschein mit Übersetzung

In bestimmten Ländern genügt es jedoch, den Original-Führerschein in eine internationale Sprache (Englisch) übersetzen zu lassen.

Die Gültigkeit dieser Übersetzungen ist allerdings wieder an das Mitführen des eigenen nationalen Führerscheines gebunden.

Fazit

Der persönliche nationale Führerschein sollte auf jeden Fall im Ausland mitgeführt werden.

Falsche oder ungenügende Informationen

All das wissen nur die wenigsten.

Ich lese auf den meisten Webseiten falsche Angaben zum Thema ‚Internationaler Führerschein‘.
Auch bei telefonischer Nachfrage bekommt man an den meisten Orten falsche Informationen.
Darunter auch bei Versicherungsgesellschaften und Konsumenten- und Beratungszeitschriften.
Vor allem aber in den meisten Reiseforen oder in vielen Blog-Beiträgen.

Erstaunlicherweise – oder auch erschreckender weise – bei den Strassenverkehrsämtern.
Sind es aber doch gerade die Strassenverkehrsämter, die die Führerscheine ausstellen.

Informiere Dich zwingend vor der Reise

Generell ist es empfehlenswert, sich in Zweifelsfällen vor Urlaubsantritt bei der jeweiligen Botschaft über die Führerscheinanerkennung zu informieren.

Infomiere Dich nicht beim Strassenverkehrsamt oder anderen Stellen.
Die Mitarbeiter wissen dort nur in den seltensten Fällen, dass es verschiedene internationale Führerscheine gibt.

Frage wirklich bei der Botschaft des betreffenden Landes oder wenn möglich, direkt im betreffenden Land, beim Verkehrsministerium, nach.

Rechtliche Konsequenzen

Wenn Du Dir die Länderkarten ansiehst, dann stellst Du schnell fest, dass die meisten Länder den internationalen Führerschein aus dem Jahre 1949 ratifiziert haben.

Lenken eines Fahrzeuges ohne Berechtigung

Als Beispiel das Strassenverkehrsgesetz der Schweiz:


Art. 95 Fahren ohne Berechtigung

1 Mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder Geldstrafe wird bestraft, wer:

a. ohne den erforderlichen Führerausweis ein Motorfahrzeug führt;
b. ein Motorfahrzeug führt, obwohl ihm der Lernfahr- oder Führerausweis verweigert, entzogen oder aberkannt wurde;
c. ein Motorfahrzeug führt, obwohl der Führerausweis auf Probe § verfallen ist;
d. ohne Lernfahrausweis oder ohne die vorgeschriebene Begleitung Lernfahrten ausführt;
e. ein Motorfahrzeug einem Führer überlässt, von dem er weiss oder bei pflichtgemässer Aufmerksamkeit wissen kann, dass er den erforderlichen Ausweis nicht hat.


Wenn Du ohne gültigen Führerschein ein Fahrzeug lenkst, dann machst Du Dich strafbar.
Die Konsequenzen richten sich nach den jeweiligen nationalen Gesetzen.

Wenn Du unschuldig in einen Unfall verwickelt bist, wirst Du mit grösster Wahrscheinlichkeit schuldig gesprochen, weil Du nach geltendem Recht kein Fahrzeug lenken darfst.

Das kann dann auch dazu führen, dass die Versicherung die Leistung verweigert!

Ein nicht anerkannter Führerschein

Wenn Du mit dem 68er Führerschein in einem Land ein Fahrzeug lenkst, dass diesen Führerschein nicht ratifiziert hat, dann verstösst Du grundsätzlich mal gegen geltendes nationales Recht und machst Dich strafbar.

Nämlich dem ‚Lenken eines Fahrzeuges ohne gültige Fahrerlaubnis‘.
Was nichts anderes heisst, als dass Du eben gar kein Fahrzeug in diesem Land fahren darfst.

In vielen Ländern, welche den 68er Führerschein nicht ratifiziert haben, akzeptieren die Polizisten diesen in Verbindung mit Deinem nationalen Führerschein.
Aber Du musst Dir bewusst sein, dass es, so lange das im nationalen Strassenverkehrsrecht nicht ausdrücklich erfasst ist, eben nur eine Grosszügigkeit der Polizei ist.

Jeder Polizist hat in seinem Land, wenn dieses Land den Führerschein nicht anerkennt, das Recht, eigentlich gar die Pflicht, Dich wegen Gesetzesverstoss zu büssen oder gar eine Strafanzeige zu erstatten.
Dies kann in einigen Ländern zu unangenehmen Konsequenzen führen.

Du musst Dir auch eines klar vor Augen führen.

Auch wenn die Polizei den Führerschein nach dem Abkommen von 1968 kulanzweise akzeptiert.
Bei einem Unfall kann sich die Situation schlagartig ändern.

Selbst wenn Dich absolut kein Verschulden trifft, der Unfallverursacher sogar noch sturzbetrunken ist – Du lenkst unerlaubterweise ein Fahrzeug.
Wenn Dein Unfallgegner oder sein Rechtsanwalt diese Rechtslage kennt, dann werden sie Strafanzeige gegen Dich erstatten.

Das hat dann nicht nur ein juristisches Nachspiel, sondern bedeutet auch, dass Deine Haftpflichtversicherung die Zahlung verweigern kann – weil Du eben keine Berechtigung hast, in diesem Land ein Fahrzeug zu lenken.

Was es im Weiteren für Deine Unfallversicherung bedeutet, musst Du im Einzelfall abklären.

Du kannst aber davon ausgehen, dass im schlimmsten Fall, die Unfallversicherung die Leistung verweigert, weil Du unerlaubterweise ein Fahrzeug gelenkt hast.

Ich kann Dir hier nur eine grobe Übersicht geben, welche Länder, welchen internationalen Führerschein ratifiziert haben.

Es gibt immer wieder Gesetzesänderungen, so dass ich Dir nur empfehlen kann: ‚informiere Dich vor Reiseantritt genau, welchen Führerschein das Zielland akzeptiert‘.

Diese Informationen bekommst Du bei der betreffenden Botschaft oder wenn Du direkt in diesem Land, beim Verkehrsministerium anrufst und nachfragst.

Beispiel Thailand


>> wichtige Änderung <<<

Seit wenigen Tagen anerkennt Thailand auch den
internationalen Führerschein nach dem Pariser Abkommen von 1926.

Geändert 12. September 2018.


Im Internet kursieren zu diesem Thema viele veraltete Informationen, Halbwissen oder Mutmassungen.
Die meisten Informationen sind schlicht falsch.

In Thailand ist die Situation aktuell so (September 2018):

Thailand anerkennt seit dem September 2018 auch den internationalen Führerschein nach dem Abkommen von 1926.

Ebenfalls hat Thailand das internationale Abkommen von 1949 ratifiziert.

Der internationalen Führerschein nach dem Wiener Abkommen von 1968 ist somit im Königreich Thailand nicht gültig!

In Thailand besteht die Möglichkeit, einen temporären thailändischen Führerschein zu bekommen.
Alle Angaben dazu, bekommst Du in meinem Beitrag: Motorradfahren in Thailand.

Du kannst aber sehr wohl in Thailand, mit dem 68er Führerschein ein Fahrzeug mieten.
Du wirst in der Regel nicht darauf hingewiesen, dass dieser Führerschein nicht gültig ist.

In einer Polizeikontrolle wirst Du eher keine Probleme haben, wenn Du den internationalen Führerschein von 1968 vorzeigst.

Aber – bei einem Unfall besteht das Risiko, dass Du einen Unfallgegner hast, der dieses Gesetz kennt!

Beispiel USA

Die Vereinigten Staaten von Amerika haben nur das Genfer internationale Abkommen von 1949 ratifiziert.

Einige Bundesstaaten anerkennen aber den internationalen Führerschein nach dem Wiener Abkommen von 1968.
Alle Angaben dazu findest Du in meinem Beitrag:
Motorradfahren in den USA.

Fahren ohne je einen Führerschein gemacht zu haben

Was natürlich eine sensationell dumme Idee ist, in einem Land ein Fahrzeug zu lenken, wenn man gar keinen Führerschein besitzt oder die entsprechende Kategorie nicht besitzt.

Leider sieht man sehr oft, dass jemand im Urlaub einen Roller oder ein Motorrad mietet, obwohl er in seinem Land nie die Prüfung dazu abgelegt hat und auch noch nie auf zwei Rädern unterwegs war.

Hallo, auch ein Roller ist kein Spielzeug!


*** Ich übernehme keine Verantwortung für die Richtigkeit der Angaben ***

Diese Angaben wurden nach bestem Wissen zusammengetragen.
Trotzdem können einzelne Angaben nicht richtig sein oder die Gesetzeslage in einem Land hat sich verändert.

Informiere Dich in jedem Fall direkt bei der Botschaft oder dem Verkehrsministerium des betreffenden Landes.

Nicht beim Strassenverkehrsamt oder anderen Stellen, da diese – leider – die Gesetzeslage absolut nicht kennen.


Welche internationalen Führerscheine werden ausgestellt?

Schweiz

stellt nur internationale Führerscheine nach dem internationalen Abkommen von 1968 (Wiener Abkommen) aus.

Deutschland

kann internationale Führerscheine nach zwei internationalen Akommen ausstellen.
Pariser Abkommen von 1926
Wiener Abkommen von 1968

Liechtenstein

stellt internationale Führerscheine nach dem Pariser Abkommen von 1926 aus.

Luxemburg

stellt nur internationale Führerscheine nach dem internationalen Abkommen von 1968 (Wiener Abkommen) aus.

Österreich

kann internationale Führerscheine nach allen drei internationalen Abkommen ausstellen.
Pariser Abkommen von 1926
Genfer Abkommen von 1949
Wiener Abkommen von 1968

Stellungnahme der Länder:

Schweiz

Eidgenössisches Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation UVEK
Bundesamt für Strassen ASTRA
Abteilung Strassenverkehr
Zulassung, Haftpflicht, Strafen

www.astra.admin.ch

„Heute werden nur noch internationale Führerausweise nach dem Übereinkommen vom 8. November 1968 über den Strassenverkehr («Wiener Abkommen») her- und ausgestellt. Dies liegt vor allem daran, dass im internationalen Führerausweis gemäss dem Internationalen Abkommen über Kraftfahrzeugverkehr vom 24. April 1926 («Pariser Abkommen») nur drei Ausweiskategorien eingetragen werden können und das Dokument maximal ein Jahr gültig ist (Wiener Abkommen: drei Jahre).

Die Convention on Road Traffic vom 19. September 1949 («Genfer Abkommen») hat die Schweiz nicht ratifiziert, weshalb gestützt darauf in der Schweiz keine internationalen Führerausweise ausgestellt werden.

Das Genfer Abkommen hat in der hiesigen Strassenverkehrsgesetzgebung dennoch insofern seine Spuren hinterlassen, als nach diesem Abkommen ausgestellte internationale Führerausweise in der Schweiz anerkannt werden, vgl. Artikel 42 Absatz 1 der Verkehrszulassungsverordnung.“

Deutschland

Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur
Referat L 24 – Bürgerservice, Besucherdienst
Invalidenstraße 44
10115 Berlin

www.bmvi.de

„Deutschland hat das Abkommen von 1926 und das Abkommen 1968 ratifiziert, daher werden in Deutschland (je nach Reiseziel deutscher Bürger) internationale Führerscheine nach dem Muster beider Abkommen ausgestellt.

Obwohl Deutschland das Abkommen von 1949 nicht ratifiziert hat, werden die internationalen Führerscheine von Reisenden aus dem Ausland mit einer Fahrerlaubnis nach dem Abkommen von 1949 in Deutschland anerkannt.
Ggf. erkennen auch andere europäische Staaten diese Führerscheine an, obwohl sie nicht Unterzeichner des Abkommens von 1949 sind.

Es hilft also nicht, nur die rechtlichen Grundlagen zu betrachten.
Es ist ebenso bekannt, dass Staaten Fahrerlaubnisse deutscher Bürger nicht anerkennen, obwohl beide Staaten dasselbe Abkommen ratifiziert haben.
Eine allgemein gültige Auskunft kann seitens des BMVI daher nicht gegeben werden.

Liechtenstein

Motorfahrzeugkontrolle
Fürstentum Liechtenstein
Gewerbeweg 2
9490 Vaduz

www.mfk.llv.li

*Liechtenstein hat das Pariser Abkommen (Internationales Abkommen über Kraftfahrzeugverkehr) von 1926 ratifiziert.

Die Motorfahrzeugkontrolle (MFK) des Fürstentums Liechtenstein empfiehlt, sich ausserhalb der Europäischen Union (EU) im jeweiligen Land bei den zuständigen Behörden vorgängig zu informieren, ob der liechtensteinische Führerausweis allenfalls zusammen mit einem internationalen Führerschein anerkannt wird oder nicht.

In Liechtenstein werden internationale Führerscheine auf Basis des Pariser Abkommens von 1926 ausgestellt. Die Gestaltung und der Inhalt erfolgt nach dem Wiener Übereinkommen über den Strassenverkehr von 1968.“

Luxemburg

LE GOUVERNEMENT DU GRAND-DUCHÉ DE LUXEMBOURG
Ministère du Développement durable et des Infrastructures
Département des transports
Direction de la circulation et de la sécurité routières

www.transports.lu | www.mddi.lu | www.gouvernement.lu

„Luxemburg hat sowohl das Genfer Abkommen von 1949, als auch das Wiener Abkommen von 1968 ratifiziert.
Generell werden die Internationalen Führerscheine vom hiermit beauftragten Automobil Club (ACL http://www.acl.lu) gemäss dem Abkommen von 1968 ausgestellt.“

Österreich

Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

www.bmvit.gv.at

„Alle Länder, welche im Erlass unter § 33 in einem der drei Übereinkommen
(Pariser Übereinkommen 1926, Genfer Übereinkommen 1949 und Wiener Übereinkommen) angeführt sind, sind Teil der jeweiligen Abkommen und damit VertragspartnerInnen.
Österreich ist Vertragspartner aller drei Übereinkommen, weswegen die Führerscheine dieser Länder in Verbindung mit internationalen Führerscheinen oder einer Übersetzung anerkannt werden.
Die Anerkennung unter den VertragspartnerInnen erfolgt gegenseitig.

Auch kann Österreich somit internationale Führerscheine nach allen drei Abkommen ausstellen.“

Weitere wichtige Beiträge zum Thema internationaler Führerschein

Länderinformationen

2 Antworten auf “Internationaler Führerschein”

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