Federbein richtig einstellen – Motorrad


Inhaltsverzeichnis


Vorwort

Jedes moderne Fahrzeug hat mindestens ein Federbein.

Um zu verstehen warum es wichtig ist, dass das Federbein am Motorrad richtig eingestellt ist, muss man wissen, was ein Federbein genau macht.

Klar – es absorbiert die Stösse und schützt den werten Popo vor all zu harten Schlägen.
Das ist soweit richtig, beim Motorrad aber noch lange nicht alles.

Ein Federbein fängt die Unebenheiten der Fahrbahn aus und eliminiert Schläge so gut wie möglich.
Es sorgt dafür, dass das Rad immer den bestmöglichen Kontakt zur Strasse hat.

Im Gegensatz zu einem Auto ist bei einem Motorrad die Fahrwerksgeometrie der entscheidende Punkt, wie sich ein Motorrad verhält – respektive wie leicht es fahren lässt.

Kleine Veränderung bei der Verwendung des Motorrades können grosse Auswirkungen auf das Fahrverhalten des Motorrades haben – wenn eben das Federbein nicht passend eingestellt wird.

  • Soziusbetrieb
  • Gepäck
  • Strasse
  • Fahrstil

In diesem Beitrag werde ich Dir aufzeigen, was die Aufgaben des Federbeines ist und welche Faktoren dazu führen, dass es neu eingestellt werden muss.

Wann solltest Du das Federbein einstellen

  • Wenn Du das Gefühl hast, dass Dein Motorrad zu kippelig oder zu träge reagiert.
  • Wenn das Hinterrad springt oder bockt.
  • Wenn sich das Gewicht verändert.

Ein falsch eingestelltes Federbein hat grossen Einfluss auf das Fahrverhalten eines Motorrades.

Über das Federbein kann das Motorrad auch besser an Deine Bedürfnisse eingestellt werden.

Du solltest die Einstellung des Federbeines auch immer dann anpassen, wenn sich an der Fahrsituation etwas verändert, also immer dann, wenn Du einen Sozius und/oder Gepäck mit nimmst.
Oder im umgekehrten Fall, wenn plötzlich weniger Gewicht auf dem Motorrad ist.

Aufbau eines Federbeines

Aufbau-eines-Federbeines


Das Federbein besteht aus zwei wichtigen Elementen:

  • Feder
  • Stossdämpfer

Beide haben unterschiedliche Aufgaben, die aber zusammen harmonieren müssen.

Aufgaben eines Federbeines

Wenn das Hinterrad über Unebenheiten fährt, werden diese ‚Schläge‘ von der Feder abgefangen.

Die Feder wird dabei zusammengedrückt.
Dabei darf der Stossdämpfer die Feder nicht behindern.

Der Aufgabe des Stossdämpfer ist es, die Feder beim Ein-, respektive Ausfedern abzubremsen und ein Nachschwingen zu verhindern.

Was wird über die Zugstufe geregelt?

Die nun stark zusammengedrückte Feder will sich so schnell wie möglich wieder auf Originallänge entspannen – jetzt kommt der Stossdämpfer zum Einsatz.

Die Zugstufe bestimmt, wie schnell sich die Feder, nach dem einfedern, wieder entspannen kann.

Wofür ist die Druckstufe zuständig?

Die Zugstufe reguliert demgegenüber, wie schnell eine Feder einfedern kann.

Unebenheiten der Fahrbahn werden von der Feder ausgeglichen,
der Stossdämpfer regelt dabei die Geschwindigkeit,
mit der sich die Feder zusammendrücken und wieder entspannen kann.

Somit ist schon mal die zentrale Aufgabe eines Federbeines erklärt.

Beim Motorrad spielt das Federbein aber noch eine sehr wichtige Rolle in der Fahrwerksgeometrie.

Funktionsweise eines Stossdämpfers

Die umgangssprachliche Bezeichnung ‚Stossdämpfer‘ ist eigentlich falsch, da er nicht die Stösse dämpft, sondern die Schwingungen der Feder reduziert.
Somit wäre die korrekte Bezeichnung Schwingungsdämpfer. 😉

Jede Energie die ‚aufgefangen‘ wird, kann nur neutralisiert werden, wenn sie in eine andere Energie umgewandelt wird.
Der Stossdämpfer macht das in dem er die aufgenommene Bewegungsenergie in Wärme umwandelt.

Im Innern eines Stossdämpfer bewegt sich ein Dämpferkolben in einem mit Öl gefüllten Zylinder auf und ab.
Ventile steuern die Auf- und Abbewegungen dieses Dämpferkolbens dadurch, wie viel Öl sie durchlassen.

Diese Druck- und Zugstufen lassen sich je nach Federbein einstellen.

Fahrwerksgeometrie

Fahrwerksgeometrie-Motorrad-Lenkkopfwinkel-Nachlauf


Ohne jetzt tiefer in die Thematik der Fahrwerksgeometrie einzutauchen, denn das alleine würde einen ausführlichen Beitrag ergeben . . .

zwei Dinge sind sehr wichtig:

  • Lenkkopfwinkel
  • Nachlauf

Selbstverständlich spielen noch andere Faktoren bei der Fahrwerksgeometrie einen wichtige Rolle, doch damit Du verstehst, wie wichtig ein richtig eingestelltes Federbein an Deinem Motorrad ist, reicht es vorerst diese beiden zu kennen.

Lenkkopfwinkel

Lenkkopfwinkel


Die Gabel ist im Lenkrohr drehbar gelagert.
Der Lenkkopfwinkel bezeichnet wie ’schräg‘ die Gabel am Motorrad angebaut ist.

Wenn Du ein Sportmotorrad und ein Chopper von der Seite betrachtest, dann fällt Dir sofort auf, dass die Gabeln unterschiedlich steil sind.

Bei einem Sportmotorrad steht die Gabel relativ steil, beim Chopper hingegen in einem flacheren Winkel.
Bei einem Sportmotorrad sind es Winkel von 65° und mehr, während es bei einem Chopper auch gegen 55° sein können.

Vereinfacht gesagt:

  • Je grösser der Winkel ist, umso steiler steht die Gabel und desto handlicher und nervöser reagiert das Motorrad.
  • Je kleiner der Winkel ist, umso flacher steht die Gabel und desto stabiler und träger reagiert das Motorrad.

Schnelle Kurvenwechsel sind also besser mit einer steil stehenden Gabel zu machen, dafür hat ein flacherer Winkel einen ruhigeren Geradeauslauf.

Nachlauf

Nachlauf


Der Nachlauf bezeichnet den Abstand zwischen der gedachten Linie, an dem die Gabel den Boden berührt und dem effektiven Berührungspunkt vom Reifen und der Fahrbahn.

Dieser Nachlauf hat einen direkten Einfluss auf das Fahrverhalten Deines Motorrades.

Die BMW S 1000 RR hat zum Beispiel einen Nachlauf von 95.5 mm während die Harley Breakout einen Nachlauf von 145 mm hat.

Vereinfacht gesagt:

  • Je kleiner der Nachlauf ist, umso handlicher und nervöser reagiert das Motorrad.
  • Je grösser der Nachlauf ist, umso stabiler und träger reagiert das Motorrad.

Das ist wichtig zu wissen,
denn wenn Du Dein Motorrad plötzlich
mit einer Sozia und ordentlich Gepäck fährst,
ohne dabei das Federbein einzustellen,
dann verändert sich Fahrwerksgeometrie.

Zusatzgewicht auf dem Motorrad

Fahrwerksgeometrie-Motorrad-tieferes-Heck


Zusatzgewicht auf dem Motorrad, ohne dass dabei das Federbein korrekt eingestellt wird, hat verschiedene Auswirkungen.
Wenn Du Dein Motorrad, welches Du immer alleine fährst, plötzlich noch einen Sozius oder sogar noch Gepäck transportieren muss, dann ändert sich das Fahrverhalten schlagartig.

Auch eine zierliche Sozia bedeutet gegen 50 Kilo Zusatzgewicht und selbst ein kleines Gepäck für den Wochenendtrip bringen schnell mal 15 Kilo mehr ans Motorrad.

Das alles drückt nun den Heckrahmen des Motorrades nach unten.

Fahrwerksgeometrie

Nachdem wir nun wissen, dass die Fahrwerksgeometrie entscheidend für das Fahrverhalten des Motorrades ist, wird uns klar, dass Veränderungen daran einen grossen Einfluss haben.

Ein durch Zusatzgewicht tieferliegendes Heck verändert den Lenkkopfwinkel und somit den Nachlauf.

Fussrasten

Ein tieferliegendes Heck bedeutet aber auch, dass die Fussrasten nun näher an der Fahrbahn liegen und früher aufsetzen können.

Dass ein, durch das Zusatzgewicht bereits zusammengedrücktes Federbein einen Teil seines Federweges verliert kommt noch dazu.

Nun wissen wir also genau,
was so ein Federbein am Motorrad bewirkt und was es bedeutet,
wenn es nicht korrekt eingestellt ist.

Einstellmöglichkeiten des Federbeines

Federbein-einstellen


Bevor wir nun endlich zum praktischen Teil übergehen können, sollten wir aber noch wissen, was alles an einem Federbein eingestellt werden kann und was es bewirkt.

Einfach mal mit irgendwelchem Werkzeug die Einstellungen verändern, ist nicht die beste Idee. 😉

Federvorspannung

Die Federvorspannung hat einen direkten Einfluss auf die Fahrwerksgeometrie und somit auf das Fahrverhalten.

Bei nahezu allen Motorradfederbeinen lässt sich die Federvorspannung einstellen.

Um es ganz einfach auszudrücken, mit der Feder-Vorspannung wird eingestellt wie stark das Federbein bei Zuladung eintaucht.
An der Länge des Federbeines wird dabei nichts verändert.
Ebenso wenig wird etwas daran verändert, wie hart oder weich eine Feder ist.

Bei Soziusbetrieb und/oder Gepäck wird das Heck mehr nach unten gedrückt.
Mit der Erhöhung der Federvorspannung wirken wir dem entgegen und bringt das Heck, auch mit Mehrgewicht, auf die normale Position.

Und nein – nur weil Du mit den Füssen nicht zum Boden kommst, solltest Du nicht einfach die Federvorspannung verändern.
Die Höhe des Motorradhecks hat einen direkten Einfluss auf die Fahrwerksgeometrie und somit auf die Fahreigenschaften des Motorrades.

Die Federvorspannung wird dann eingestellt, wenn sich das Heck, durch das Gewicht, unter das normale Mass absenkt.

Zugstufe

Die Zugstufe hat keinen Einfluss auf die Fahrwerksgeometrie – aber auf das Fahrverhalten.

An manchen Federbeinen lässt sich neben der Federvorspannung auch die Zugstufe einstellen.

Doch was genau macht die Zugstufe?

Über die Zugstufe wird geregelt, wie schnell der Stossdämpfer ‚ausfedert‘ und das bestimmt, wie schnell sich die zusammengedrückte Feder wieder entspannen kann.

  • Für ein weicheres Fahrverhalten werden die Zugstufenventile geöffnet.
  • Für ein härteres Fahrverhalten werden die Zugstufenventile dementsprechend geschlossen.

Druckstufe

Die Druckstufe hat keinen Einfluss auf die Fahrwerksgeometrie – aber auf das Fahrverhalten.

Die Druckstufe ist das Pendant zur Zugstufe.
Nur bei wenigen Serienfederbeinen lässt sich die Druckstufe einstellen.

Die Druckstufe bestimmt, wie schnell der Dämpferkolben im Stossdämpfer eintauchen kann und somit wird direkt das Verhalten der Feder beeinflusst.

  • Je mehr das Druckstufenventil geöffnet wird, um so schneller taucht das Motorradheck ein.
  • Je mehr das Druckstufenventil geschlossen wird, um so langsamer taucht das Motorradheck ein.
    Das Motorrad wird dadurch starrer.

Federbeinlänge

Eine Veränderung an der Länge des Federbeines ist ein direkter Eingriff in die Fahrwerksgeometrie und in das Fahrverhalten des Motorrades.

Einige Federbeine lassen sich auch in der Länge einstellen.
Damit wird nichts an den Eigenschaften der Dämpfung verändert, sondern das Motorradheck angehoben oder abgesenkt.

Wenn Du die Länge des Federbeines veränderst, nimmst Du einen direkten Einfluss auf die Fahrwerksgeometrie und veränderst das Fahrverhalten Deines Motorrades.

Jetzt wissen wir, was an einem Federbein eingestellt werden kann
– oder eben nicht –
und was es bewirkt.

Federbein richtig einstellen

Positiver-Federweg-und-negaitiver-Federweg

 


Aber – zunächst drehen und verstellen wir am Federbein noch gar nichts.
Als Erstes ermitteln wir mal nur.

Wir ermitteln den Negativfederweg.

Negativfederweg

Gesamtfederweg-messen


Der Negativfederweg bezeichnet den Anteil des Federwegs, der das Federbein im Stand einfedert.
Dieser wird auch als Ausfederweg bezeichnet, denn er sorgt unter anderem dafür, dass der Stossdämpfer beim Ausfedern nicht sofort an den Anschlag stösst.

Dabei werden zwei Negativfederwege unterschieden:

Negativfederweg N1
bezeichnet wie weit die Feder durch das Eigengewicht des Motorrad einfedert.

Negativfederweg N2
bezeichnet hingegen, wie stark die Feder inklusive Fahrergewicht einfedert.

Der Negativfederweg hat, wie wir nun wissen, einen grossen Einfluss auf die Fahrwerksgeometrie und somit auf das Handling des Motorrades.

Unser Ziel ist es, den Negativfederweg, bei unserer Zuladung, nahe an den Wert zu bringen, den für das Motorrad im Normalbetrieb vorgesehen ist.
Denn so hat das Motorrad die ’normale‘ Fahrwerksgeometrie.

Dass der Negativfederweg N2 wichtig ist, das leuchtet jedem ein.
Wofür benötigen wir aber nun den Negativfederweg N1?

Ganz einfach, der Negativfederweg N1 gibt Dir Auskunft, ob die Feder allenfalls zu hart oder zu weich für Dich ist oder ob das Federbein vielleicht schon ihrem Lebensende entgegen geht.

  • Wenn das Motorrad in der Grundeinstellung unbelastet mehr wie 10-15% einfedert, dann sollte das Federbein kontrolliert und gegebenenfalls gewechselt werden.
  • Wenn der Negativfederweg N1 zwischen 10-15% beträgt aber mit Dir darauf stark oder fast gar nicht einfedert, dann ist das Federbein für Dich wahrscheinlich nicht optimal.

Positivfederweg

Gegenüber dem Negativfederweg steht der Positivfederweg.

Er bezeichnet den Weg, den das Federbein im Fahrbetrieb noch hat um Unebenheiten auf der Fahrbahn auszugleichen (Einfederweg)

Negativfederweg ermitteln

Wichtig

Bevor wir das Federbein einstellen, sollten wir ein paar Kilometer fahren, damit sich das Öl im Stossdämpfer erwärmen kann und elastischer wird.
Kaltes Öl kann, durch zu hohe Dämpfkraft, das Ergebnis verfälschen.

  1. Das Motorrad steht auf dem Hauptständer oder einem Montageständer, so dass das Hinterrad frei steht.
  2. Du stellst das Federbein auf die Grundeinstellung, gemäss Bedienungsanleitung.
  3. Nun misst Du die Länge des gesamten Federweges.
  4. Du stellst das Motorrad ohne darauf zu sitzen auf die Räder.
  5. Du misst die Länge des Federweges erneut.
    Das ergibt den Negativfederweg (N1), also das Eigengewicht des Motorrades ohne Fahrer oder Gepäck.
    Dieser sollte um 10-15% des Federweges betragen.
  6. Nun sitzt Du auf das Motorrad und misst der Federweg nochmals.
    So erhälst Du den Negativfederweg (N2), also wenn das Motorrad so belastet ist, wie Du es fährst.
    Der Negativfederweg (N2) sollte zwischen 25-30% des Federweges ausmachen.

Wir kennen nun den Federweg,
sowie den Negativfederweg N1 und Negativfederweg N2.
Diese notieren wir uns.

Federbein einstellen

  • Sollte die Feder mehr oder weniger wie die 25-30% einfedern, wenn Du darauf sitzt, dann muss die Federvorspannung dementsprechend eingestellt werden.
  • Beträgt der Negativfederweg N2 weniger wie 25-30% dann ist die Federvorspannung zu hoch eingestellt.
  • Beträgt der Negativfederweg N2 hingegen mehr wie die 25-30%, dann ist die Federvorspannung zu tief eingestellt.

In beiden Fällen muss nun die Federvorspannung angepasst werden.

Tipp

Wenn Du das Federbein korrekt auf Dein Körpergewicht eingestellt hast und das Federbein um 25-30% einfedert, dann miss die Höhe eines Fixpunktes am Motorrad ab Boden.

Damit ersparst Du Dir in Zukunft die mühselige Messerei am Federbein, wenn sich die Zuladung Deines Motorrades verändert.

Solltest Du später mit Sozius und/oder Gepäck fahren, dann bringst Du den Fixpunkt am Motorrad einfach wieder auf die richtige Höhe.

Federvorspannung einstellen

Am gängigsten ist, dass die Federvorspannung über einen Drehring unterhalb der Feder eingestellt werden kann.

Dazu brauchst Du den passenden Schlüssel.
Normalerweise befindet sich dieser Schlüssel im Bordwerkzeug.

In seltenen Fällen kann die Federvorspannung auch extern vom Federbein über ein Drehrad eingestellt werden.

Als Faustregel gilt:

Das Federbein ist korrekt vorgespannt,
wenn bei Belastung durch einen sitzenden Fahrer etwa 25-30 Prozent
des Gesamtfederwegs verbraucht werden.

Zugstufe einstellen

Die Zugstufendämpfung lässt sich nicht bei allen Federbeinen einstellen.

In der Regel lässt sich die Zugstufendämpfung unten am Federbein, mittels einer Schraube, einstellen.

Die Zugstufendämpfung reguliert die Geschwindigkeit mit welcher die Feder ausfedert.

  • Ist die Zugstufe zu weich eingestellt, schwingt das Fahrzeugheck nach und ist unruhig.

  • Ist die Zugstufe zu hart eingestellt bleibt die Federung stecken, bei mehreren hintereinander folgenden Schlägen taucht das Heck immer tiefer ein und beginnt zu bocken.

Druckstufe einstellen

Wenn es vorhanden ist, dann befindet sich die Druckstufenverstellung meist oben am Federbein.

Die Druckstufe bremst die Einfedergeschwindigkeit des Federbeines.

  • Ist die Druckstufe zu hart eingestellt, beginnt das Hinterrad bei Unebenheiten zu Springen, das Heck reagiert unsensibel, der Reifen kann zum Rutschen neigen.

  • Ist die Druckstufe zu weich eingestellt, kann das Hinterrad bei Unebenheiten ebenfalls ins Springen kommen und den Kontakt zur Fahrbahn verlieren.

Galerie

Optimierung des Fahrverhaltens

Wir haben nun erfahren, wie ein Federbein funktioniert, was es am Motorrad bewirkt und was wir alles einstellen können.

Da wir ebenfalls wissen, wie sich die Fahrwerksgeometrie auf das Fahrverhalten des Motorrades auswirkt, können wir die Einstellungsmöglichkeiten auch nutzen um das Motorrad auf unsere Vorstellungen anzupassen.

Dabei empfehle ich Dir, das Federbein auf die Grundeinstellungen einzustellen und dann langsam diese zu verändern.

  • Immer wieder eine Probefahrt, auf einer Dir bestens bekannten Strecke zu fahren.
  • Immer wieder zu verändern, bis Du das von Dir gewünschte Fahrverhalten erreicht hast.

mein Tipp

Ein Serienmotorrad wird so konstruiert, dass es möglichst in allen Ländern unter den jeweils gegebenen Umständen gut funktioniert.

Daraus lässt sich klar ableiten, dass alles immer ein Kompromiss darstellt.
Das ist auf keinen Fall schlecht.
Es ist gut, wahrscheinlich sogar sehr gut – aber vielleicht halt nicht perfekt für Dich.

Ein Serienfederbein ist der bestmögliche Kompromiss der ein Hersteller, unter Berücksichtigung des wirtschaftlichen Faktors, eingehen kann.
Ein solches Federbein ist dann halt auch passend für die 50 Kilo leichte Frau bis hin zum gut genährten 130 Kilo Mann.

Dazu kommt noch, dass die meisten Original-Federbeine sich ’nur‘ in der Zugstufe einstellen lassen.

Du siehst, ein Federbein von einem Zulieferer ist weit mehr, wie nur ein modisches Accessoire am Motorrad.

Ein Federbein, welches bereits auf Deinen hauptsächlichen Verwendungszweck gefertigt wird und darüber hinaus noch mehrere Einstellmöglichkeiten bietet, wird das Fahrverhalten und die Sicherheit Deines Motorrades wesentlich verbessern.

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